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· 8 Min. Lesezeit · 11. April 2023

Babyschwimmen: Vorteile, Nachteile und das optimale Einstiegsalter

Warum Babyschwimmen so wertvoll ist: Motorik, Sensorik, Eltern-Kind-Bindung. Mit einem Überblick über Studien aus 50 Jahren und unserer Erfahrung aus über 25 Jahren Kurspraxis.

Babyschwimmen: Vorteile, Nachteile und das optimale Einstiegsalter

„Geh bloß nicht mit Deinem Baby ins Wasser. Es wird doch nur krank und ist überfordert mit der neuen Situation.“ Hat das schon mal jemand zu Ihnen gesagt? Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken: Die Aussage stimmt nicht. Wasser ist Ihrem Baby aus der Zeit im Mutterleib vertraut, kein fremdes Element, das überfordert, sondern eine Umgebung, in der sich Babys oft ausgesprochen wohlfühlen.

Was die Forschung sagt

1. Motorische und kognitive Wirkung

Ziel des Babyschwimmens ist nicht, dass Ihr Baby schwimmen lernt. Es geht darum, Ihr Kind an das Element Wasser zu gewöhnen, ihm Bewegungsfreiheit zu geben und Neues entdecken zu lassen.

Aus muskulärer Sicht ist Babyschwimmen ein echtes Ganzkörpertraining. Der Wasserwiderstand fordert die gesamte Muskulatur: Gleichgewichtssinn, Körperspannung und Haltung profitieren. Atmung wird tiefer, Herz und Kreislauf werden gestärkt. Mit sensomotorischen Bällen schulen Sie zusätzlich Auge-Hand-Koordination und Feinmotorik, der Grundstein für die spätere Stifthaltung.

Hilfreich ist eine geeignete Schwimmhilfe, wir empfehlen den SWIMI: Zwei separate Luftkammern zwingen Ihr Baby zum aktiven Ausbalancieren, statt es passiv „im Ring sitzen“ zu lassen. Einen klassischen Schwimmring sollten Sie unbedingt vermeiden, er fördert eine haltungsschädliche Position.

2. Der soziale Aspekt

Wenn Sie berufstätig sind, ist Babyschwimmen intensive gemeinsame Zeit ohne Ablenkungen: kein Handy, kein TV. Ihr Baby ist im Wasser auf Sie angewiesen, Sie geben Halt und Stabilität. Das stärkt die Eltern-Kind-Bindung deutlich. Im Kurs kommen außerdem erste Kontakte zu anderen Babys hinzu, die Deutsche Sporthochschule Köln berichtet: Frühschwimmer integrieren sich später leichter in Gruppen, sind selbstständiger und weniger ängstlich in neuen Situationen.

3. Ab wann sollte man starten?

Wichtigste Voraussetzung: Ihr Baby sollte den Kopf selbstständig halten können, das ist in der Regel zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat der Fall. Das ist der optimale Einstieg.

Tipp: Bei BestPhysiowell heißt der Babyschwimm-Kurs Entchenkurs, über den AOK-PLUS-Präventionsgutschein abrechenbar.

Original: JULIDU-Blog, Original-Beitrag

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